Vor ca. zwei Jahren nahm ich meine „alte“ Seite aus dem Netz und stellte erst einmal nur noch eine Web-Visitenkarte ein. Das war ich einfach nicht mehr. Ich hatte mich verändert. Und das klassische Agentur-Ding war zudem eh irgendwie tot.

Durch meine Erfahrungen in der Unternehmensberatung und durch Aufträge im Bereich Ablauf- und Aufbauorganisation verschmolz ohnehin vieles. Dann war ich auf einmal auch noch Coach, ohne mich jemals selber so betitelt zu haben. Einfach aufgrund meiner Expertise und durch Kundennachfrage.
(… wobei ja bekannt ist, dass sich in Deutschland jeder Coach nennen darf 😉.)
Also stellte sich irgendwann ganz automatisch die Frage:
Wer war ich nun nach 27 Jahren als Werbeagentur-Inhaberin?
Was sind eigentlich meine Skills?
Und was ist mit dem Namen WerbeTrommel – bin ich das noch?
Dabei war scharfmacherei gar kein ganz neuer Gedanke.
Die Domain nutze ich bereits seit Jahren als Werbedomain. Und mein Slogan lautete schon seit über 10 Jahren: seit XY Jahren scharfsinnig. Vielleicht war die Richtung also längst da – nur der letzte Schritt noch nicht.
Zudem hatte ich mich zukunftsorientiert weitergebildet und 2022 meinen Abschluss zur Online Marketing Managerin (OMM) bei der IHK Oldenburg gemacht. Auch mit dem Gedanken, auf Reisen oder „eben mal“ vom Bulli aus arbeiten zu können. Meine Seele hat halt ganz oft Meerweh.
Aus all dem sollte nun also ein neues Konzept her.
Und ja: Für sich selbst ein Konzept zu machen, gehört zu den schwierigsten Aufgaben eines Kreativen.
Vielleicht ist es nun also doch eher scharfmacherei und nicht mehr WerbeTrommel.
Nicht, weil vorher etwas falsch war.
Sondern weil es einfach nicht mehr alles beschreibt, was inzwischen dazugekommen ist. Meine Arbeit hat sich weiterentwickelt, meine Schwerpunkte auch. Und irgendwann passt ein Name dann vielleicht einfach nicht mehr ganz zu dem, was man heute tut.
Anfang des Jahres habe ich dieses Konzept dann endlich auf den Punkt gebracht. Meine neue Internetseite ist jetzt fertig – und ich bin, ehrlich gesagt, ziemlich zufrieden!
Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende.
